BIM Management

Das BIM Management wird durch die Rolle des BIM Manager/in wahrgenommen. Folgende Aufgabengebiete werden durch das BIM Management abgedeckt: 

  • BIM-ZieleWelche Ziele möchte das Unternehmen mit der BIM Methode erreichen. 
  • BIM-StrategieDarin wird festgelegt wie das Unternehmen in personeller und organisatorischer Hinsicht die Ziele erreichen möchte. 
  • OIA (Strategische Bereich) – In der Organisation-Informationsanforderung wird festgelegt, welche strategischen Informationsbedürfnisse in der Unternehmung benötigt werden um die Asset-Management-Strategie zu optimieren und den finanziellen Mehrwert der geplanten Optimierungen bewerten zu können. 
  • LIA (Operative Bereich)In der Liegenschaft-Informationsanforderung wird festgelegt, welche Informationen einer Liegenschaft vorhanden sein müssen. Hier handelt es sich um rechtliche, kaufmännische, finanzielle und technische Informationen sowie Stammdaten zu Liegenschaften. 

Die AIA legt die Informationsbedürfnisse des Auftraggebers fest, die als Anforderung für den Auftragnehmer beschrieben werden und als Grundlage für den BAP, BIM Abwicklungsplan im Projekt dienen. Die AIA beinhaltet insbesondere die BIM Anforderungen, Prozesse und Anwendungen um die Ziele des Auftraggebers zu erreichen. 

Die Modelliervorgaben geben die Anforderungen vor, wie ein datentechnisch fehlerfreies Modell geometrisch erstellt werden muss und sind als grundsätzliche Hilfestellung zu sehen. 

Der LOIN beschreibt den modellspezifischen Informationsbedarf.  Diese modellspezifischen Vorgaben beschreiben die Entwicklungsstufen (Detailierung) eines Modelles, hinsichtlich der Geometrie und der Informationen. Modellspezifische Vorgaben dienen dazu, dass die Projektbeteiligten in allen Leistungsphasen Informationen verstehen und nutzen können. 

Um die gesetzten Ziele mit der BIM Methode zu erreichen, bedarf es in bestimmten Leistungsphasen der genauen Umsetzung der AWF durch die AN.  Die AWF beschreiben, auf welche Weise und zu welchem Zweck BIM-Modelle im Projekt genutzt werden.
 

BIM Gesamtkoordination

Der Projektierungsprozess wird auf Grundlage der AIA in Form eines BIM Abwicklungsplanes durch den BIM-Gesamtkoordinator in enger Abstimmung mit dem BIM-Manager sowie dem Informationsmanager, dem Projektleiter und den BIM-Fachkoordinatoren erstellt.

Die Anwendungsfälle werden detailliert ausgearbeitet, es wird festgelegt, wer welches Datenmodell wann und wie liefern muss und wie dieses Datenmodell weiterverarbeitet bzw. ausgewertet wird.

Durch Überlagerung der Fachmodelle werden Koordinationsmodelle erstellt und somit wird die Zusammenarbeit im Projekt erleichtert. Mit Hilfe anschließender automatisierter Kollisionsprüfung und systematischer Konfliktbehebung werden frühzeitig Konfliktpunkte in der Projektierung erkannt. Die in der Koordination gefundenen Themen werden mittels dem BCF, BIM Collaboration Format untereinander digital ausgetauscht.

Als Gegenstück zum Koordinationsmodell gibt es das Gesamtmodell. Dieses wird durch Zusammenspielen mehrerer einzelner Modelle erstellt, auch „merge“ genannt. Beispielsweise kann aus Teilmodellen der Haustechnikplanung,  Elektroplanung, Heizungs- und Lüftungsplanung ein Gesamtmodell für die Haustechnik erstellt werden. Dieses bildet für den späteren Betrieb als Dokumentationsmodell die Grundlage.